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Prellbock 5/2010

Art.Nr.:
2045
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Schweizerische Bundesbahnen
Neuer Familienwagen «Ticki Park»
Bis Ende 2012 statten die SBB alle 40 Intercity-Doppelstockzüge mit einem neuen Familienwagen aus. Der erste umgebaute Wagen wurde am 19. August 2010 im SBB-Industriewerk Olten eingeweiht. Der so genannte «Ticki Park» im Oberdeck präsentiert sich im Dschungel-Look mit Rutschbahn, Hängebrücke, einem Boot sowie Höhlen zum Verstecken.

Centovallibahn
Umbau von vier Gelenktriebwagen
Die Ferrovie e autolinee regionali ticinesi (FART) bestellte Ende Mai 2010 bei der Bombardier Transportation für die ABe 4/6 55–58 vier neue Zwischenwagen. Die ABe 4/6 werden nach einem Refit in Villeneuve für den internationalen Verkehr zu ABe 4/8 45–48 umgebaut. Diese Umbauten sollen bereits im Mai 2011 abgeschlossen sein.

Transports Morges–Bière–Cossonay
Rollmaterialerneuerung bei der BAM
Die Transports de la région Morges–Bière–Cossonay (MBC) erweitern den Rollma-terialpark für die Linien der BAM. Als erstes wurden im August und September 2010 drei neue Niederflurzwischenwagen B 2065–2067 abgeliefert. Diese kommen ab Oktober 2010 in den Pendelzügen zum Einsatz. Für die nach aktueller Planung im Jahr 2014 vorgesehene Einführung des 30- Minuten-Takts ist die Beschaffung von mindestens zwei neuen Zügen vorgesehen. Ausserdem sollen 2016/17 nochmals drei Züge beschafft werden.

BERNMOBIL
Tram Bern West vor der Inbetriebnahme
In Bümpliz wurden am 2. August 2010 die letzten von insgesamt 15 km Schienen verlegt. Nach einer Bauzeit von mehr als zwei Jahren verkehrte am 1. September 2010 das erste Tram zu Testzwecken nach Brünnen. Die Eröffnung der neuen Tramlinien nach Bümpliz und Brünnen findet am 12. Dezember 2010 statt.

RBS / BERNMOBIL
Neue Tramlinie 6
Nebst der Eröffnung der neuen Tramlinien 7 und 8 (siehe Seite 14) erhält Bern auch eine neue Tramlinie 6. Diese führt vom Fischermätteli nach Worb Dorf. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember übernimmt BERNMOBIL die Personenverkehrskonzession der bisherigen RBS-Linie G, welche ab 18. April 1997 ihren Ausgangspunkt in Bern Zytglogge hatte. Die Infrastruktur der Strecke Bern Egghölzli–Worb Dorf verbleibt aber im Eigentum des RBS. Das den damaligen Vereinigten Bern–Worb-Bahnen (VBW) gehörende Gleis vom Helvetiaplatz bis Bern Egg-hölzli war schon 1975 an die Städtischen Verkehrsbetriebe (SVB) übergangen. Die aktuelle Kilometrierung mit Ausgangspunkt bei der einstigen Endstation Bern Kirchenfeld erinnert noch heute an diesen Umstand.

Rhätische Bahn
100 Jahre Berninabahn (5)
Rückwirkend auf den 1. Januar 1943 wurde die Berninalinie in das Netz der Rhätischen Bahn (RhB) integriert. Dadurch erhielt dieses eine Länge von 390,7 km. Einzig die Strecke Campocologno–Tirano verblieb noch bis 1949 im Besitz der italienischen Gesellschaft. Die RhB baute die Berninalinie im Lauf der Jahre zu einer erfolgreichen Gebirgsbahn aus und modernisierte die Anlagen und das Rollmaterial. Als Höhepunkt in der Geschichte der Berninabahn wurde die Strecke Pontresina–Tirano zusammen mit der Albulalinie im Juli 2008 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben.

Davos Klosters Bergbahnen
Ersatz der 2. Sektion der Parsennbahn
Die Davos Klosters Bergbahnen investieren 17 Millionen Franken in die Erneuerung der zweiten Sektion der Parsennbahn. Das bestehende Trassee erhielt einen neuen Oberbau sowie neue Gleise. Ersetzt wurden aber auch die beiden Personenwagen. Die rundum erneuerte Parsennbahn wird den Betrieb voraussichtlich im Dezember 2010 wieder aufnehmen.

Schweizerische Südostbahn
100 Jahre Bodensee–Toggenburg-Bahn (1)
Am 18. November 1898 schlossen sich in St. Gallen drei Interessengruppen zu einem gemeinsamen Initiativkomitee für den Bau der Bodensee–Toggenburg-Bahn zusammen mit dem Ziel, die Zufahrtslinien zum Ricken, Romanshorn–St. Gallen, St. Gallen– Wattwil sowie Ebnat–Nesslau-Neu St. Johann gleichzeitig erstellen zu können.Die Strecken Romanshorn–St. Gallen St. Fiden und St. Gallen–Wattwil konnten am 1. Oktober 1910 zusammen mit der Rickenbahn Wattwil–Uznach feierlich eingeweiht werden. Am 4. Oktober 1931 nahm die BT auf der Strecke St. Gallen–Nesslau und am 24. Januar 1932 auf der Strecke Romanshorn–St. Gallen den elektrischen Betrieb auf. Rückwirkend auf den 1. Januar 2001 fusionierten die Südostbahn und die Bodensee–Toggenburg-Bahn zur Schweizerischen Südostbahn.

Drahtseilbahn Marzili–Stadt Bern
125 Jahre Marzilibahn
Weil eine direkte Strasse vom Marzili in die Altstadt fehlte, kamen einige Bewohner des Marziliquartiers auf die Idee, die beiden Orte mit einer Standseilbahn zu verbinden. Die Standseilbahn Marzili–Stadt Bern am Fuss des Bundeshauses wurde am 18. Juli 1885 eingeweiht. Auf einer Streckenlänge von nur 105 Metern überwindet sie eine Höhendifferenz von 32 m. Damit ist sie die kürzeste öffentliche Standseilbahn in Europa.
1914 erhielt die DMB neue Wagen. Diese blieben bis zum Umbau auf elektrischen Betrieb am 23. September 1973 in Betrieb. Der Wagen 1 erinnert heute noch in der Nähe der Talstation an den einstigen Wasserballastbetrieb.

 

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